Weekend-Starter #5: Gin Tonic with a twist

  • 3. Juli 2015

Dieser Drink ist spontan und per Zufall entstanden. Für den heutigen Post war ein anderer Drink geplant, gestern hatte ich am Abend aber Lust auf einen Gin Tonic und kam dabei auf die Idee, Matcha in den G&T zu integrieren. Das Rezept ist simple, besteht nur aus drei Zutaten und ist schnell gemacht.



Gin ist ein aromatisierter Neutralalkohol. Getreidebrände werden dabei mit Wacholderbeeren aufwendig aromatisiert und der fertige Gin muss einen Alkoholgehalt von mindestens 37,5 Vol% besitzen. Durch die Aromatisierung mit diversen Botanicals werden die verschiedenen Sorten hergestellt. Für einen „London Dry Gin“ gibt es zum Beispiel eine Vorgabe von 120 Botanicals (Kräuter, Blüten, Wurzeln, Gewürze etc.), die aber frei kombiniert werden dürfen. Beim Bombay Sapphire Gin könnt Ihr auf dem Rand der Flasche sogar nachlesen, welche Botanicals verwendet werden, nämlich: Zitrone, Mandel, Süßholz, Paradieskörner, Kubeben-Pfeffer, Wacholder, Angelika, Schwertlilie, Koriander und Zimtkassie.

Matcha ist sehr fein gemahlener hochwertiger grüner Tee. Ursprünglich kommt Matcha als Heilmittel aus China, geriet jedoch in Vergessenheit, bis 1191, als Matcha nach Japan gebracht wurde. Der grüne Tee wird geerntet, gedämpft, getrocknet und im Anschluss zu einem feinen Pulver gemahlen. Matcha ist reich an Antioxidantien, Aminosäuren und Teein. Dadurch wird Matcha eine besonders gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt und hält Euch länger wach als Kaffee. Nicht umsonst bezeichnet Attila Hildmann Matcha in seinem Buch „Vegan for Youth“ als Superfood, dass sogar das Leben verlängern und die Alterung verlangsamen kann. Matcha soll außerdem entzündungshemmend wirken und sich auch positiv auf den Kampf gegen Krebszellen auswirken.

Zwischen 1620 und 1630 wurden spanische Jesuiten von den peruanischen Inkas auf die heilsame Wirkung der Rinde des Chinarinden-Baumes hingewiesen und 1638 wurde die Countess of Chinchon, Ehefrau des Vizekönigs von Peru, durch die Tinktur aus der Rinde dieses Baumes von den Symptomen der Malaria befreit. Dadurch wurde das Pulver Chinin das erfolgreichste Mittel zur Bekämpfung der Malaria und zur Fiebersenkung. Besonders die Britische Ostindien-Gesellschaft benötigte enorme Mengen an Chinin, um die britischen Soldaten vor den Symptomen der Malaria zu schützen. Diese machten es sich zur Angewohnheit, das bittere Pulver als Anti-Malaria-Medizin täglich als Prophylaxe zu sich zu nehmen. Anstatt es nun bei Morgengrauen in Wasser gelöst einzunehmen, kamen Offiziere um 1825 auf die Idee, ihren abendlichen Gin zur Cocktail-Hour mit in Sodawasser gelöstem Chinin zu versetzen, fertig war der erste Gin Tonic. (Ginobility)



Durch die Zugabe von Matcha bekommt der klassische Gin Tonic den typischen Matcha-Geschmack, der den klassischen G&T Geschmack aber nicht überdeckt. Dadurch wird der Drink meiner Meinung nach „leichter“ und schmeckt erfrischender. Dabei kommt es natürlich auch darauf an, welchen Gin und welches Tonic Ihr verwendet, probiert selbst einmal verschiedene Varianten aus. Der G&T mit Matcha ist für mich auf jeden Fall eine sommerliche Variante des klassischen Drinks und durch die grüne Farbe ist er auch, wie der Chinatown, wieder ein wahrer Hingucker.

Wie gesagt braucht Ihr neben Eis für dieses Rezept nur drei weitere Zutaten:

4cl Gin
½ Teelöffel Matcha
Tonic


Ich habe einen Teelöffel Matcha (Menge für zwei Drinks) zuerst in wenig Wasser (80 Grad Celsius) mit dem Bambusbesen schaumig gerührt und auf zwei Gläser aufgeteilt. Das Ganze habe ich dann nur mehr mit dem Tonic aufgegossen und mit Eis kaltgerührt. Fertig ist Eurer Gin Tonic with a twist!

l. o. v. e., natally

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